Trockenmauern

Trockenmauern dienten immer schon der Terrassierung von Wein- und Obstgärten. Grob bearbeitete Steine wurden ohne Mörtel zu Natursteinmauern zusammengefügt und aufeinander geschichtet. Heute schätzt man Trockenmauern, weil sie kleinen Lebewesen und Pflanzen Refugien bieten.

 

Trockenmauer bei Marbach (Foto © R. Wolf)
Trockenmauern – hier ein Beispiel aus Marbach am Neckar (Landkreis Ludwigsburg) haben nicht nur eine Funktion als Stütze angrenzender Grundstücke und sind nicht nur, wie hier, eine Zierde am Wanderweg, sondern sind auch für manche Kleintiere wichtig. Diese Mauer beherbergt beispielsweise eine „Großfamilie“ an Zauneidechsen, die in den Ritzen und vor allem hinter der Mauer ihren Lebensraum haben. Wichtig ist nicht nur der Erhalt der Mauer – diese hier ist im Rahmen einer Ausgleichsmaßnahme der Straßenbauverwaltung saniert worden -, sondern auch der Verzicht auf Pflanzenschutzmittel etc., um naturnahe Verhältnisse sicherzustellen.

 

Trockenmauer bei Möckmühl (Foto © R. Wolf)
Am Burgberg bei Möckmühl (Landkreis Heilbronn) im Jagsttal werden seit ein paar Jahren an einem längst nicht mehr genutzten Weinberghang Trockenmauern freigelegt und repariert. Werden diese nämlich – wie rechts im Bild zu sehen – von Gesträuch überwuchert, sprengen die Wurzeln das Steingefüge und bringen die Mauern innerhalb weniger Jahre zum Einsturz. Viele harte Arbeitseinsätze, an denen sich Albvereinler maßgeblich beteiligten, haben den markanten Burgberg nahe der Stadt wieder zu einem charakteristischen Wahrzeichen gemacht.