Schwäbischer Albverein bei der Gartenschau in Balingen

Bis zum 24. September ist die Gartenschau in Balingen geöffnet. Mit dabei ist der Schwäbische Albverein mit seiner Kulturarbeit. Manfred Stingel, Hauptfachwart Kultur des Vereins, und viele weitere Ehrenamtliche haben ein buntes Programm für die Gartenschau zusammengestellt.

Zimmerleute ahben einen Pavillon für den Schwäbischen Albverein konzipiert , in dem auf dem Gartenschaugelände die Spinnräder und der Hand-Webstuhl geschützt ihren Platz haben werden sowie das wöchentliche Trachtennähen stattfinden soll. Außerdem ist dort der Stand des Albvereins untergebracht.

 

Die Kulturgruppen aht fleißig für ihre Auftritte geprobt. Jeden Sonntag tanzt sie auf dem Gartenschaugelände die „Schwäbische Française“, ein traditioneller Volkstanz. Und es stehen noch weitere Auftritte der verschiedenen Volkstanz- und Singgruppen der Volkstanzgruppe Frommern Schwäbischer Albverein an. Geprobt wird außerdem für das „Revolutionskonzert“ am 16. September in der Stadtkirche Balingen.

Während der Gartenschau verlegt die Jugendvolkstanzgruppe Frommern ihre regulären Montagsproben in den Pavillon, um so Kindern und Jugendlichen das Tanzen nahe zu bringen. Und auch das Singen kommt nicht zu kurz.

Regelmäßig wird es ein Volksliedersingen für alle, die mitmachen wollen, an der Albvereinsbühne geben. „Viele mögen es nicht glauben, aber so etwas kommt super an bei den Leuten“, berichtet Manfred Stingel, der sich derzeit jede Woche in einer losen Gruppe mit anderen Menschen zum Singen trifft. „Wir sind immer um die 30 bis 40 Leute, die einfach Spaß am Singen haben.“ Das möchte er auf die Gartenschau übertragen.

Schwerttänze, Fahnenschwinger, eine Spinn-Gruppe, die ihr Können zeigt, ein Schalmeienwochenende, Hirtenhornbau, Harfenspiel – das Programm ist so vielfältig und üppig, dass es schwerfällt, alle Höhepunkte hier aufzuzählen.

Einige Höhepunkte seien hier noch erwähnt: Vom 27. bis 30. Mai und vom 6. bis 11. Juli finden die beidenzwei Teile von Balingen international – Volkstanzfestival statt. Dann tanzen und singen nicht nur die heimischen Gruppen, sondern auch viele internationale Gäste und Freunde, etwa aus Kroatien, Spanien, Portugal, Litauen oder Rumänien.

Am 10. und 11. Juni sind bei den Kulturtagen des Schwäbischen Albvereins Kulturgruppen aus dem gesamten Vereinsgebiet auf der Gartenschau vertreten. Und auch der Naturschutz kommen nicht zu kurz.

Am 3. und 4. Juni berichtet Jörg Desseker vom Landeschaftspflegtrupp des Albvereins gemeinsam mit anderen Naturschützerinnen und Naturschützern über die wichtige Arbeit des Albvereins im Bereich Natur- und Artenschutz. Gezeigt wird dabei auch der Film „Wacholder, Wolle, Wohlgenuss“.

Gewandert wird am 17. September im Gedenken an die Vorkämpfer der Demokratie im September 1848. Die Route führt von Rottweil nach Balingen und erinnert an den „Zwetschgenfeldzug“, einem bewaffneten Sternenmarsch, um die Republik zu erzwingen. Der Freischärlerzug wurde Ende September 1948 in Balingen aufgelöst und viele Teilnehmer ertränkten ihre Enttäuschung im Schnaps – daher der Name.

Das gesamte Programm mit allen bisher feststehenden Terminen finden Sie unter www.schwaben-kultur.de/kultur/termine

Informationen über die Gartenschau Balingen generell, die Öffnungszeiten und Eintrittspreise erhalten Sie unter www.balingen2023.de

Weihnachtskonzert der Volkstanzgruppe Frommern

Am Sonntag, 18. Dezember (4. Advent), um 17 Uhr lädt die Volkstranzgruppe Frommern zu ihrem traditionellen Weihnachtskonzert in die Evangelische Stadtkirche Balingen ein. Alte Hirtenweisen, feierliche Choräle, bekannte und weniger bekannte Advents- und Weihnachtslieder werden gesungen oder erklingen auf historischen Instrumenten wie Dudelsack und Schalmei. Abgerundet wird das festliche Programm mit Lesungen auf Schwäbisch. Mitsingen ist ausdrücklich erwünscht.

Wem die Anreise nach Balingen zu weit ist, kann sich gerne eine Aufzeichnung der Schwäbischen Weihnacht, die die Volkstanzgruppe 2012 aufgeführt hat, und sich so auf Weihnachten einstimmen.

 

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Ehrung für Gründer des Hohenloher Fahnenspiels

Christian König aus Niedernhall ist mit der Heimatmedaille ausgezeichnet worden. Geehrt wurde er für sein Engagement für das traditionsreiche Fahnenschwingen. Herzlichen Glückwunsch!

1995 gründete der mittlerweile pensionierte Lehrer im Hohelohe Gau die Gruppe Hohenloher Fahnenpspiel, die regelmäßig bei Auftritten und bei der Organisation internationaler Treffen von sich reden macht.  Außerdem engagiert sich König bei der Dokumentation des Brauchtums. Er veröffentlichte sogar mehrere Bücher dazu. Seit 2008 gehört er dem Kulturrat des Schwäbischen Albvereins an, der sich um den Erhalt und die Pflege heimischer Bräuche kümmert.

Petra Olschowski, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, sagte bei der Preisverleihung: „Die Trägerinnen und Träger der Heimatmedaille engagieren sich in beeindruckender und bereichernder Weise für die Gesellschaft: Sie machen Kommunalpolitik, erforschen Heimatgeschichte, setzen sich für die Bewahrung der Dialekte ein, schützen Natur- und Umwelt, pflegen Tradition und Brauchtum, betreuen Museen, Archive und Gedenkstätten oder kümmern sich um ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger. Sie alle leisten einen wichtigen Beitrag für die kulturelle Identität und den Zusammenhalt in der Gesellschaft.“ Insgesamt wurden zehn engagierte Menschen mit der Heimatmedaille ausgezeichnet.

Tag des offenen Denkmals: Führungen im Württembergischen Trachtenmuseum

Am Sonntag, 12. September, gibt es zwei Sonderführungen durch das Württembergische Trachtenmuseum in Pfullingen. Museumsleiterin Anke Niklas erklärt allen Interessierten die Geschichte und die Besonderheiten der württembergischen Trachten. Außerdem besteht noch die Möglichkeit die Sonderausstellung „Der Ur-Großmutter unter den Rock geschaut“ zu besichtigen.

Das Württembergische Trachtenmuseum in der Josefstraße 5/2 in Pfullingen ist am Sonntag, 12. September, von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Die Führungen finden um 13 und um 15 Uhr statt.

Weitere Infos zum Museum

Am Sonntag, den 18. Juli 2021 beginnt die Pfullinger Museumssaison.

Das Württembergische Trachtenmuseum, das Mühlenmuseum, die Dauerausstellung „Armut – Demut – Gehorsam, Die Welt der Pfullinger Klarissen von 1250 bis 1649“ im Klosterareal sowie die Klosterkirche mit wechselnden Kunstausstellungen sind sonntags von 14:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.
Pandemiebedingt bleiben das Stadtgeschichtliche Museum, die Neske-Bibliothek und die Villa Laiblin in diesem Jahr geschlossen.
Voraussichtlich bis Ende Oktober 2021 sind die beiden Museen und das Klosterareal an Sonntagen von 14:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Führungen sind außerhalb dieser Zeiten nach Voranmeldung unter Tel. 07121/7030-4101 möglich.
Die Vorgaben der Corona-Verordnung (AHA-Regeln und Kontaktdatenerhebung) sind einzuhalten. Eine vorzeitige Schließung aufgrund von steigender Inzidenzen behalten wir uns vor.

40. Jahre Haus der Volkskunst

Geburtstags-Livestream verpasst? Das gesamt Jubiläumsprogramm noch einmal auf Youtube anschauen. Viel Spaß dabei!

Programm „Tradition ist die Weitergabe des Feuers – nicht die Bewahrung der Asche“

Es spielen die Jugendmusik aus dem Haus der Volkskunst, die Dazmusig Ällaweil, die Hirtenmusikgruppe Wacholderklang sowie das Duo Cassard. Dazu kommen Zuspielfilme unter anderem über die Geschichte des Hauses der Volkskunst und das Schwäbische Kulturarchiv sowie internationale Grüße von Partnergruppen aus Frankreich, Griechenland, Spanien und Kroatien. Das Programm zusammengestellt hat Manfred Stingel, Vorstand der Volkstanzgruppe Frommern Schwäbischer Albverein und Vorsitzender des Kulturrats des Schwäbischen Albvereins.

Danzbar und Chörle

Die Musikgruppe Danzbar tanzbare schwäbische Weisen. Dazu singt das Männer-Chörle Verantwortlich für das Programm ist Jörg Neubert von Danzbar.

Programm und Informationen zu allen Gruppen


40 Jahre schwäbische Kultur im ehemaligen Dürrwanger Rathaus

Das Haus der Volkskunst hat seinen Sitz im ehemaligen Dürrwanger Rathaus und dem Jetterhaus – beides denkmalgeschützte Bauerhäuser, die so vor dem Abriss bewahrt wurden. Mehr als 20.000 Stunden Eigenleistungen haben die Mitglieder des Schwäbischen Albvereins Frommern Dürrwangen oder Schwäbischer Albverein Volkstanzgruppe Frommern in den Umbau und die Sanierung der Gebäude gesteckt.

Die Finanzierung des Projekts lag in der Verantwortung der Ortsgruppe. Dazu kamen eine finanzielle Förderung der Stadt Balingen und des Landes Baden-Württemberg, Gelder der Stiftung Jugendbriefmarke sowie viele Spenden von weiteren Ortsgruppen des Schwäbischen Albvereins und durch Einzelpersonen. Entstanden ist so ein Zentrum für Schwäbische Kultur mit Platz für Seminare und Übernachtungen. Die Gebäude beheimaten das Schwäbische Kulturarchiv, ein Möbelmuseum, das Europäisches Hirtenhornzentrum, ein Dudelsackzentrum sowie die Musikinstrumentenwerkstatt Tibor Ehrlers.

Broschüre zur Geschichte des Hauses der Volkskunst

Film über schwäbischen Burgenforscher Konrad Albert Koch erschienen

Die Schwäbische Alb ist reich an mittelalterlichen Burgen, Ruinen und Schlössern. Der Maler Konrad Albert Koch begann Anfang des 20. Jahrhundert mit der tatkräftigen Unterstützung des damals noch jungen Schwäbischen Albvereins die Burgruinen zu dokumentieren. Eine neue Filmdokumentation zeichnet des Leben Burgenforschers nach.

Manfred Stingel, Hauptfachwart Kultur des Schwäbischen Albvereins, und Autor Peter Wagner, der mehrere Büher und einen Bildband über Konrad Albert Koch herausgegeben hat, waren die treibenden Kräfte des Film-Projektes. Die filmische Umsetzung lag in den Händen des Berliner Filmemachers Fabian Rosenberg. Moderiert wird die Dokumentation von von Liedermacher und Mundartautor Pius Jauch – auf Schwäbisch.

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Geschichte auf Schwäbisch – Filmdokumentation über den Maler und Burgenforscher Konrad Albert Koch

Burgen vermessen und dokumentieren

Die Erschließung der Schwäbischen Alb für Freizeit und Tourismus um 1900, ist eine der großen Leistungen des Schwäbischen Albvereins. Die damals in mühseliger Arbeit angelegten Wanderwege ermöglichten es, die Berge und Höhen der Alb zu besteigen und zu erwandern sowie die vielen Burgen und Burgruinen zu besichtigen.

Konrad Albert Koch (1869-1945) und Mitglieder verschiedener Ortsgruppen des Schwäbischen Albvereins entfernten unter seiner Anleitung, Hecken und sonstigen Aufwuchs. So konnte Koch die Burgen vermessen und imponierende, farbige Rekonstruktionszeichnungen anfertigen. Viele seiner Erkenntnisse veröffentlichte Koch in den „Blättern des Schwäbischen Albvereins“.

Kirchenmaler und Restaurator

Koch war eigentlich gelernter Kunstmaler. Er arbeitete als Kirchenmaler und Restaurator, nahm aber auch Aufträge der Württembergischen Denkmalpflege an. Insgesamt haben sich rund 700 Zeichnungen und Burgrekonstruktionen von seiner Hand an verstreuten Orten erhalten.

Im Online-Shop des Schwäbischen Kulturarchivs sind Peter Wagners Bildband und Buch über Konrad Albert Koch erhältlich.

Schwäbische Weihnacht online am 4. Advent ab 17 Uhr unter www.schwaben-kultur.de

Normalerweise sind die Bänke der Balinger Stadtkirche am 4. Advent um 17 Uhr gut gefüllt. Dann nämlich findet seit 2010 die Schwäbische Weihnacht statt – dargeboten von der Schwäbische Albverein Volkstanzgruppe Frommern aus dem Haus der Volkskunst. Eine Schwäbische Weihnacht vor Ort ist dieses Jahr leider unmöglich.

Wir laden Sie deshalb herzlich ein zu unserer Schwäbischen Weihnacht online. Ab Sonntag, 20. Dezember, dem 4. Advent, um 17 Uhr können Sie unter www.schwaben-kultur.de in der Mediatek das Konzert aus dem Jahr 2012 nochmal erleben.

Wir danken dem Regionalen Fernsehsender RTF für die Aufzeichnung und dass wir sie in diesem Jahr noch einmal zeigen dürfen.

Wir freuen uns auf Sie!

Hohe Auszeichnung für Dorle und Jo Schmieg

Tibor-Ehlers-Medaille verleiht der Schwäbische Albverein Musikern, Musikgruppen und Instrumentenbauern, die sich in herausragender Weise für die Wiederentdeckung und Wiederbelebung traditioneller Volksmusik im Vereinsgebiet und der handwerkliche Fertigung von historischen Volksinstrumenten einsetzen. Am Dienstag, 4. Februar, erhielten die Geschwister Dorle und Jo Schmieg im Haus der Volkskunst in Balingen die Auszeichnung – verliehen vom Kulturratsvorsitzenden des Albvereins, Manfred Stingel.


Ehrung Dorle und Jo Schmieg (Foto: Schwäbischer Albverein / Andreas Rees)

Hier ein Auszug aus der Laudatio:

Über 40 Jahre lang habt Ihr unendlich vielen Menschen Freude mit Eurer schwäbischen Musik gemacht. Ihr habt für die Tänzer und Tänzerinnen der Volkstanzgruppe Frommern bei vielen Auslandsreisen und bei Auftritten im Land aufgespielt. Bei 60 Aufführungen des Zwei-Stunden-Programms Geschichte des Tanzes habt Ihr wesentliche Programmteile bestritten und wart bei allen Aufführungen im In- und Ausland mit dabei. Über 40 Jahre lang konnte man immer auf Euch als gute Musikanten zählen. Dies ist eine ganz große Leistung und es ist wichtig dabei zu erwähnen, dass diese Leistung ehrenamtlich ohne Bezahlung erbracht wurde.

An der Entwicklung der Musik zur „Schwäbischa Kirch“ für die Bibel für Schwoba, die wir in Tübingen, Ulm, Balingen und Riedlingen gestaltet haben, wart ihr maßgeblich beteiligt und auch an den folgenden zehn Konzerten der „Schwäbische Weihnacht“. Euer musikalisches Wirken hat die Schwäbische Musik beeinflusst. Ihr wart über viele Jahre gute Weggefährten auf die ich und wir alle, immer zählen konnten.

Im Haus der Volkskunst an der Wand hängen sehr viele Musikinstrumente des Altmeisters Tibor Ehlers, der uns immer ermuntert hat schwäbisch zu musizieren, denn jede Region und jedes Land hat seine eigene traditionelle Musik. Ich darf Euch hiermit die Tibor-Ehlers-Medaille für Eure Verdienste um die schwäbische traditionelle Musik verleihen.

Weitere Preisträger der Tibor-Ehlers-Medaille sind Georg Balling und Herbert Grünwald (2003), Ernst Eugen Schmidt (2006), Berthold Büchele (2009) und Eckhard Böhringer (2012).