Mundartfestival 2019: Schwäbische Sprachkunst vom Feinsten

 

Das 18. „Mundartfestival“ des Schwäbischen Albvereins in der Stuttgarter Liederhalle fand vor erneut großer Fangemeinde statt. Mehr als 200 Zuschauer waren in den Silchersaal gekommen, um sich an schwäbischer Sprachkunst zu erfreuen. Sogar ein Fernsehteam (Regio-TV) war mit dabei und zeichnete die Darbietungen auf. Durch den Abend führte Schriftleiter Erwin Abler.

Leider konnte der einstige Initiator des Festivals, Helmut Pfitzer, aufgrund einer Erkrankung nicht mit dabei sein. So gab der Musiker und Künstler Reinhold Hittinger, Pfitzers Partner beim „Duo Aurezwicker“, alleine sein Bestes.

Die beiden Kabarettistinnen Helga Becker und Sabine Essinger übertrumpften sich gegenseitig im Stimmen verstellen, Verkleiden, Sprüche klopfen und Klischees kultivieren. Es gab schwarzen Humor vom Feinsten.

Typenkabarett mit Sabine Essinger

Zuerst trat Sabine Essinger auf die Bühne und zwar mit Dudelsack und im Marschschritt. Im Nu hatte sie ihr Outfit verändert und war plötzlich als schwäbische Stewardess im Flugzeug, „Schwoba Airlines“ zugegen. Sparsam wie Schwaben offenbar sind, gibt es bei dieser Fluglinie keine teuren Sicherheitschecks, deshalb: „Waffen bitte aus dem Fenster werfen“. Natürlich sind auch keine Schwimmwesten unter den Sitzen, wäre auch sinnlos bei Inlandsflügen.Toiletten, wozu? Getränke, kein Thema. Doch es gibt nicht einmal einen Piloten: „Ist zufällig ein Pilot an Bord?“, trällerte Essinger. Fazit: Nichtfliegen ist sowieso am besten, da spart man am meisten. Das Thema Askese kam nach der Sparsamkeit an die Reihe: „Leidenschaft durch Leiden, „des isch da Schwob“. Es folgte eine coole Performance, wobei Essinger einen fiktiven Duschkopf mit „saukaltem Wasser“ auf verschiedene Körperteile richtete und dabei ins Jodeln kam. Auch diese gesangliche Ausdrucksform beherrscht Essinger vortrefflich.

Doch nicht nur das. Die Stimmkünstlerin ist unschlagbar gut, wenn sie zum Baby wird. Altkluge Kommentare und eindeutige Babygluckser kommen aus ihrem Laufstall, wenn sie mit Häubchen auf dem Kopf plappert und das Publikum zum Kringeln bringt. Ohnehin kann sie alle Familienmitglieder der von ihr kreierten Familie Fleischle so perfekt parodieren, dass diese fast zu guten Bekannten der Zuschauer werden. Essinger zeigte zudem ihr großes Talent, als sie Edith Piaf coverte und statt „Je ne regrette riens“ aus einer Schwäbischen Speisekarte vorsang.

Frau Nägele alias Helga Becker

Auch Helga Becker, die zweite Mundartkünstlerin an diesem Abend, zog die Register des schrägen Geschmacks und präsentierte sich in allen Tonlagen. Als Frau Nägele, schicke Landpomeranze, versuchte sie nach Stuttgart zu reisen und traf dabei auf unzählige Stolpersteine, zum Beispiel der hochkomplexe Fahrkartenautomat, die teure Fahrkarte, das Streckennetz, undurchschaubar für sie. Das größte Problem aber offenbarte sich in Stuttgart selbst: „Hättet ihr net bessa aufbassa kenna, isch koi Bahnhof mer da“, beschwerte sich Frau Nägele.

Ohnehin seien viele Menschen sehr vergesslich, vor allem junge Eltern. Die müssten sich die Namen ihrer Kinder schon auf die Heckscheiben der Autos pinnen. Es könnte aber auch an deren unaussprechlichen Namen liegen, wie „Schantal“ oder „Kefin“.

Becker kann nicht nur schauspielern, sondern auch singen, rappen und tanzen: Die Sebastian-Blau-Interpretin trug ein Gedicht des bekannten Mundartlyrikers als Rap vor, wobei das Publikum den Rhythmus dazu klopfte. Die Darbietung war auf höchstem Niveau und die Zuschauer waren begeistert. Ob Hochzeitstag (ein Kuss pro Jahr), Klimakterium (Jacke an, Jacke aus, Fuß rein, Fuß raus) oder die Schwäbin nach einer Liebesnacht (kehret die Mebel elle Ine)…singend, tanzend, luftig oder herb: Becker brachte schwäbische Eigenheiten auf humorvolle Weise auf den Punkt.

Fetzig, romantisch, witzig: Liedermacher Reinhold Hittinger

Zwischen den beiden weiblichen Stimmungskanonen offerierte Liedermacher Reinhold Hittinger ein umfangreiches Repertoire aus fröhlichen Liedern mit lustigen Refrains, wie „Keine Spätzle heit“ oder „Lass den Schwob ein Sößlein sehen“. Er erzählte dazwischen immer wieder Schwabenwitze, wie z.B. den vom Schwaben, der zum Ostfriesen werden wollte, aber nachdem ihm dazu nicht nur 75 Prozent, sondern 90 Prozent Hirnmasse entfernt worden waren, wurde er zum Bayern und nachdem 100 Prozent Hirn weg waren, verwandelte er sich schließlich in Donald Trump.

Am Ende der Veranstaltung kehrten alle drei Mundartkünstler noch einmal auf die Bühne und sangen zusammen „Muss i denn, muss i denn zum Städtele hinaus“. Das Publikum begleitete sie dabei unter großem Beifall.

Link zum Regio TV Beitrag (Video): https://www.youtube.com/watch?v=MHyPT_rPHBQ

 Das Thema „Mundart“ hat beim Schwäbischen Albverein eine langjährige Tradition. Der Mundartkünstler Helmut Pfitzer hob im Jahr 2000 die Idee aus der Taufe, regelmäßige Kleinkunstveranstaltungen mit mundartbezogener Musik und Literatur zu etablieren. Mittlerweile gibt es im Vereinsgebiet fast 30 Mundartbühnen, die unterhaltsame Kleinkunst auf hohem Niveau anbieten. Das Mundartfestival findet einmal im Jahr statt.

 

 

Landespreis für Heimatforschung

Die Landesregierung möchte auch im kommenden Jahr wieder besondere Leistungen in der Erforschung der lokalen Geschichte und der Traditionen in Baden-Württemberg auszeichnen. Hierzu schreibt das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst den Landespreis für Heimatforschung 2019 aus.

Ziel des Wettbewerbs ist es, das Engagement ehrenamtlich tätiger Heimatforscher zu würdigen.

Mit dem Landespreis werden in sich geschlossene Einzelwerke ausgezeichnet, die auf einer eigenen Forschungsleistung beruhen.

Die Bewerbungen können bis zum 30. April 2019 eingereicht werden.

Weitere Informationen zum Preis und dem Bewerbungs-Procedere finden Sie hier

Broschüre offeriert Aktionswoche rund um Schäfertraditionen

Im Rahmen des Kulturerbejahrs 2018 ist soeben die Broschüre „Albschäferwoche“ erschienen.

Das Haus der Volkskunst, Volkstanzgruppe Frommern, hat vom 20. bis 28. Oktober 2018 eine kulturell einzigartige Aktionswoche mit Wanderungen, Kochkursen und Konzerten an unterschiedlichen Orten zusammengestellt. Die Broschüre bietet aber auch ausführliche und eindrucksvoll bebilderte Informationen zu Flöten und Hirtenmusik, Alblandschaften, historischen Fakten und vor allem zur Kultur der Schäferei.

Die Broschüre ist Teil der Reihe „Heimatklänge vor 40.000 Jahren?“. Weitere Publikationen aus der Reihe finden Sie unter: http://www.schwaben-kultur.de

Jugendtanzleiter – Ensemble zu Besuch in China

Jugendkulturaustausch mit China: 27 Personen des Jugendtanzleiter-Ensembles des Schwäbischen Albvereins waren vom 23. Mai – 04. Juni 2018 unterwegs in China. Die Teilnehmer waren aus ganz Baden-Württemberg, dem Ermstal und dem Hohenlohischen, aus Sontheim, Onstmettingen, Dürrwangen, Bittelschieß, Betzingen, Balingen und Ulm. Sogar ein gekröntes Haupt der Schäferkönigin und ein Bollenhut aus dem Gutachtal waren dabei. Die Universität von Xi’an, der alten Hauptstadt, war der Austauschpartner. Dort gibt es 22 000 Studenten. Eine Austauschvereinbarung wurde unterschrieben. Weitere Staionen waren Baoji, Shanghai und Nanjing.

Nach einer langen, abenteuerlichen Busfahrt erreichte das Jugendensemble des Schwäbischen Albvereins schließlich die letzte Station der Chinareise, Ankang. Mit sehr viel Liebe zur Natur, zur Kultur und zu Harmonie hat dort ein sehr reicher Chinese den YouRanShan Park geschaffen. Die Städte Ankang und Freudenstadt unterzeichneten ein Abkommen zu Entwicklung ihrer Beziehungen und zur Förderung eines sanften, naturverträglichen Tourismus, dazu waren wichtige Politiker angereist. Als kulturelles Begleitprogramm wurde abwechselnd chinesische und schwäbische Traditionskultur geboten. Natur, Heimat und Wandern sind die Ziele und die Identitätsmerkmale des Schwäbischen Albvereins. Diese wurden an diesem Tag von den jungen Kulturbotschaftern besonders passend repräsentiert.

Text: Manfred Stingel

 

17. Mundartfestival in der Liederhalle – ein heiterer und geistreicher Abend

Zwei Künstlerinnen und ein Künstler spielten auf der Klaviatur schwäbischer Laute und Worte

    

 

Das „Mundartfestival“ des Schwäbischen Albvereins in der Stuttgarter Liederhalle, welches seit 17 Jahren gemeinsam mit dem Silberburg-Verlag veranstaltet wird, fand vor erneut großer Fangemeinde statt. Rund 230 Zuschauer waren in den Silchersaal der Liederhalle gekommen, um schwäbischer Lesart, lustigen Parodien und Liedern zu lauschen. Ein erwähnenswertes Novum: Die Frauen auf der Bühne waren mit der Liedermacherin Bettina Kästle und der Schriftstellerin Sabine Stahl in der Überzahl. Daneben gab Sebastian-Blau-Preisträger Hanno Kluge eigene und „gecoverte“ Gedichte zum Besten.

Nach einer kurzweiligen Begrüßung durch den Vizepräsident des Schwäbischen Albvereins, Hansjörg Schönherr, führte Helmut Pfitzer, selbst Mundartkünstler und Organisator des Festivals durch den Abend.

Zuerst kündigte er Sabine Stahl als neuen „Stern am Mundarthimmel“ an. Sie rezitierte aus ihrem Gedichtband „Komm bleib hocka“, worin sie auch allerlei Geheimlaute der Schwäbischen Sprache analysiert, wie zum Beispiel die Wörter „Ei“ und „ein“: A Oi, oi Ai, a Ai, oi Oi. Ein richtiger Schwabe weiß jedenfalls, was gemeint ist. Später gab sie einige Haikus zum Besten und zeigte damit, dass nicht nur die Japaner diese kürzeste Gedichtform der Welt beherrschen:

No hocka
Lacha, heula und na
Los lassa

Aber Stahl ist nicht nur in japanischer Lyrik firm, sie kann auch Aphorismen à la Kafka. Auch interpretiert sie Jean-Paul Sartre, wenn es um die Magie zwischen zwei Menschen geht: “Was isch, wenn du zu mir ins Zimmer kommsch?“ Die detailgenaue Beschreibung, zum Beispiel in den Miniaturen „s Meer“ oder „d Berg“ – „beides schee“, schafft die Schriftstellerin par excellence.

Nach Sabine Stahl trat Bettina Kästle mit ihrer „Kästlemusik“ (Gitarre, Mundharmonika, mehrere Akkordeons, kraftvolle Stimme) auf die Bühne. Mit glasklaren Beschreibungen alltäglicher Unannehmlichkeiten, wie einem angstbesetzten Zahnarztbesuch („lieber Gott, der Mensch isch klein, lass es dismol bloß Zahnstei sei“), der unfreiwilligen Wanderung als Kind mit der Familie oder einem verunglückten Kinobesuch – Riese vor der Nase, Popcornschaufler als Nebensitzer, Fußtritte vom Hintermann – brachte sie das Publikum zum Lachen.

Als dritter im Bunde der Dialektkünstler trat Hanno Kluge auf. Er las aus seinem Gedichtband „Federspiele“. Die Zuschauer konnten sich an geistreichem Wortwitz und literarischer Feinsinnigkeit erfreuen. Er zog u.a. über schwäbische Wesensmerkmale, wie Sparsamkeit, Bruddeligkeit oder Fleiß her. Vom Stuttgarter Hauptbahnhof hatte er einen passenden Witz auf Lager: Dort saß ein Obdachloser, dem hatte täglich ein reicher Boschmitarbeiter einen Euro in den Hut geworfen. Plötzlich waren es nur noch 50 Cent und die Erklärung lautete, der Sohn habe zu studieren begonnen. Der Obdachlose daraufhin: „Heidenei, do koschs nemme, jetzt lässt d‘r sein Junga auf meine Koschta studiera“.

Resumée des Abends: „Deutsch ist eine Sprache, Schwäbisch eine Vollendung“ (Hanno Kluge).

Übirgens:

Die Bücher „Federspiele“ von Hanno Kluge und „Komm, bleib hocka“von Sabine Stahl gibt es auch im Shop des Schwäbischen Albvereins:

 https://albverein-shop.de/shop/item/9783842530027/federspiele-von-susanne-kluge-zimmerer-gebundenes-buch

https://albverein-shop.de/shop/item/9783842520318/komm-bleib-hocka-von-sabine-stahl-gebundenes-buch

Das Thema „Mundart“ hat beim Schwäbischen Albverein eine langjährige Tradition. Der Mundartkünstler Helmut Pfitzer hob im Jahr 2000 die Idee aus der Taufe, regelmäßige Kleinkunstveranstaltungen mit mundartbezogener Musik und Literatur zu etablieren. Mittlerweile gibt es im Vereinsgebiet fast 30 Mundartbühnen, die unterhaltsame Kleinkunst auf hohem Niveau anbieten.

Kulturprogramm beim Landesfest ist vom Feinsten

Der Kulturrat des Schwäbischen Albvereins hat für das Landesfest 2018 in Kirchheim (9./10. Juni) ein herausragendes Kulturprogramm zusammengestellt. Auf mehreren Plätzen werden nonstop Musik-, Tanzveranstaltungen und weitere beeindruckende Darbietungen.

Ab 19 Uhr findet das „Danzfest“ auf dem Martins-Kirchplatz statt. Zeitgleich spielt die schwäbische Folk Rock Band „Wendrsonn“ auf dem Marktplatz.

Das genaue Programm finden unter Landesfest Kulturprogramm

Kulturlandschaftspreis: Bewerben Sie sich

Auch 2018 verleiht der Schwäbische Heimatbund zusammen mit dem Sparkassenverband Baden-Württemberg wieder einen Kulturlandschaftspreis.

Den Ausschreibungsflyer finden Sie hier

Ausgezeichnet werden Projekte zur nachhaltigen, traditionsbewussten Nutzung der Landschaft unter Berücksichtigung der naturgegebenen Voraussetzungen, der Ökologie, der Charaktermerkmale der Landschaft und der Ästhetik.

Im Vorjahr war auch der Schwäbische Albverein unter den Preisträgern: Die Naturschutzgruppe der Ortsgruppe Sontheim/Brenz war für ihre langjährigen Pflegeaktionen, z.B. Neuanlagen von Streuobstwiesen, Heckenpflanzungen, Wildbienenhäuser u.v.m. mit dem begehrten Preis ausgezeichnet worden: Kulturlandschaftspreis 2017

Ortsgruppen und Jugend sind aufgerufen mitzumachen

Da es viele sehr engagierte Ortsgruppen in unserem Verein gibt, wollen wir dazu ermuntern, sich für den Kulturlandschaftspreis 2018 zu bewerben. Auch Jugendgruppen können mitmachen, denn es gibt einen separaten Jugend‐Kulturlandschaftspreis.

Zudem ist ein Sonderpreis für Kleindenkmalprojekte ausgeschrieben. Dieser soll die Dokumentation, Sicherung und Restaurierung von Kleindenkmalen würdigen.

 Der Kulturlandschaftspreis würdigt Vorbildliches

„Kulturlandschaften sind lebendige Zeichen für bewussten und nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen. Sie sind Teil der Zukunft unseres Landes und bieten Identifikation für alle Menschen. Wer sich um ihre Pflege sorgt, ist Vorbild und verdient öffentliche Anerkennung“, erläutert Dr. Bernd Langner, Geschäftsführer des Schwäbischen Heimatbundes, die Intention des mit über 10.000 Euro dotierten Preises. Besonderes Augenmerk richtet die Jury auf die Verbindung traditioneller Bewirtschaftungsformen mit innovativen Ideen, zum Beispiel zur Vermarktung der Produkte und zur Öffentlichkeitsarbeit.
Im Fokus stehen aber auch Streuobstwiesen, Weinberge in Steillagen, beweidete Wacholderheiden oder die gelungene Rekultivierung eines Steinbruchs.

Annahmeschluss für schriftliche Bewerbungen im Format DIN A4 ist der 31.5.2018.
Kostenlose Broschüren mit den Teilnahmebedingungen und der Beschreibung preisgekrönter Projekte der Vorjahre sind beim Schwäbischen Heimatbund in Stuttgart sowie demnächst bei allen württembergischen Sparkassen erhältlich.

Sämtliche Informationensind auch unter www.kulturlandschaftspreis.de abrufbar. Die Verleihungfindet im Herbst 2018 im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung statt.

Ehrennadel Heimatpflege für engagiertes Albvereinsmitglied

 

Am 16. April 2018 wurden fünf verdiente Persönlichkeiten für ihre herausragenden ehrenamtlichen Verdienste und Leistungen mit der Ehrennadel des „Arbeitskreises Heimatpflege im Regierungspräsidium Stuttgart“ ausgezeichnet. Darunter auch Christine Kalbantner aus Herbrechtingen, die sich seit vielen Jahren für die Kulturarbeit im Schwäbischen Albverein engagiert.

Die Musikerin ist Vereinsmitglied und seit 1992 gehört sie dem Kulturrat des Schwäbischen Albvereins an, wo sie für den Bereich „traditionelle Musik“ zuständig ist. Sie spielt in den Tanzensembles des Albvereins verschiedene Instrumente, z.B. Flöte, Schalmei oder Dudelsack. Außerdem beteiligt sie sich aktiv beim Seminarprogramm des Kulturrats. Besonders Kinder und Jugendliche liegen ihr am Herzen.

Die Ehrung wurde von MdL Paul Nehmet, dem Vorsitzenden des Arbeitskreises Heimatpflege vorgenommen. Er würdigte die Ausgezeichneten mit den Worten: „Sie haben einen großen Beitrag zur Stärkung unserer gemeinsamen kulturellen Identität geleistet“.

Der Arbeitskreis Heimatpflege im Regierungsbezirk Stuttgart e.V. ist der Dachverband der in der Heimatpflege im Regierungsbezirk Stuttgart tätigen Organisationen und Verbände. Seit seiner Gründung im Jahr 1986 unterstützt der Arbeitskreis Heimatpflege Vereine und Verbände, die sich mit der Heimat und der Heimatpflege beschäftigen.

 

 

 

 

Junge Leute singen und spielen alte schwäbische Lieder

 

Schwäbischer Albverein produziert die CD „Musikanta spielet no oins auf“

Wo singen junge Leute heute noch? Und vor allem, wo singen sie noch schwäbische Lieder? Das Jugendtanzleiter-Ensemble des Schwäbischen Albvereins musiziert und singt und hat rechtzeitig zu Beginn der vielen Veranstaltungen zum Kulturerbejahr 2018 eine  neue CD aufgenommen – natürlich eine schwäbische. „Sharing heritage – Kulturerbe teilen“ ist das Motto des Kulturerbejahres 2018. Die CD ist ein origineller Beitrag dazu und soll Mut machen, wieder mehr den Dialekt zu pflegen.

Wer Interesse an der CD hat, kann sich an das Haus der Volkskunst wenden, E-Mail:

Veranstaltung zu religiösen Kleindenkmalen

Unter dem Titel „Wanderer, hemme deine Hast…“ Religiöse Wegzeichen – aktueller denn je?!“ findet am 21. April 2018 eine Tagung im bischöflichen Ordinariat Rottenburg statt.

Die eintägige Tagung beschäftigt sich mit neuen Ausdrucksformen des Glaubens und des Gedenkens im öffentlichen Raum.

Einladungsflyer Religiöse Wegzeichen

Die Tagung wird veranstaltet vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg und der Stiftung „Wegzeichen-Lebenszeichen-Glaubenszeichen“ der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

In Vorträgen und Gesprächen, mit einem Film und bei einem Rundgang durch die Bischofsstadt wird die Bedeutung religiöser Kleindenkmale in heutiger Zeit beleuchtet. In einem Teil der Tagung wird die Konfessionalisierung der Landschaft am Bespiel der Kleindenkmale im Zusammenhang mit der Reformation angesprochen. Ein zweiter Themenblock widmet sich den religiösen Kleindenkmalen als Stätten des Innehaltens und des Gebets, die gleichzeitig auch oft Orte des öffentlichen Gedenkens und der Solidarität mit anderen sind.